Bisolt & Locke

war eine Nähmaschinenfabrik am Neumarkt in Meißen.  1869 bis 1914.
Abgebrannt 21. auf 22. April 1914. Die Fabrik wurde nicht wieder aufgebaut.
Im März 2026 bekam ich dieses Model zur Restauration. Ein lohnenswerte Objekt, dem man ansieht, dass damit viel gearbeitet wurde und eine besondere farbliche Fassung hat.
Zustand: Rostig und äußerst schwergängig. 

Schwergängigkeit als Stichwort.
Es ist natürlich immer möglich die ganze Maschine zu zerlegen um am Schluss vielleicht festzustellen, dass es eine unnötige Arbeit war. Am Handrad selbst ist werkseitig eine zusätzliche Kurbel angebracht mit der, aufgrund des zusätzlichen Hebels, eine leichtere Bedienung erreicht werden sollte.

Meine Vorgehensweise ist so, dass dieses Bauteil demontiert wird um einen der theoretisch möglichen Fehler ausschließen zu können.

Ergebnis: Auch danach, blieb die Schwergängingkeit unverändert.
Folglich ein weiterer Versuch um die Fehlerquelle einzugrenzen.

Wir sehen die Führung für den Schiffchentransport. Schieber ausbauen und Schwergängigkeit am Handrad prüfen.
Ergebnis: Ohne Schieber leichtgängig!

Folglich Schieber und Führungsnut Maßgenauigkeiten überprüfen.

Die Fehlerursache lag an der Maßungenauigkeit der Führung.
Es wurde in mehreren Versuchen vorsichtig etwas Material abgetragen, bis der Schieber ohne zu klemmen, wieder lieft.

Kopfplatte innen

Sie ist das letzte Glied in der Kette, welches Schwergängigkeit verursachen kann. Erneut eine Fleißaufgabe, da sich die Teile im Laufe der Zeit dermaßen zugesetzt haben, dass sie restauriert werden müssen.

Fertig. Ein weiteres Schmuckstück für die Sammlung antiker Nähmaschinen.