AMON
Ein weiteres Projekt, welches für das Unvermögen der Verursacher steht. Es soll 6 Millionen Euro verschlungen haben.
Geplant war ein automatischer Arbeitsablauf. AMON=Automatische Montage.
Das hieß vereinfach ausgedrückt, dass man mehrere Einzelarbeitsplätze hintereinander aufstellen wollte um dann die NM je nach Arbeitsfortschritt von Platz 1 zu 2, 3 - und zu den weiteren Plätzen zu Bearbeitung bringen wollte.
Was war dabei neu, und was hieß automatische Montage?
Nichts und nochmal nichts!
Denn genau so, und nicht anders, wurde es bisher gemacht. Was war nun die „neue äußerst innovative Idee?“
Die Maschinen sollten über eine Elektroschleife und ein eigens dafür entwickelte Transportwagen von einem zum nächsten Arbeitsplatz gebracht werden.
Somit wurde im „AMON-Raum“, eine Schleife in den Boden verlegt und daneben die nötigen Montageplätze und Transportsysteme aufgebaut.
Wer erinnert sich noch daran?
Genau dieses System gab es früher bereits in der Montage und wurde wegen Unwirtschaftlichkeit rückgebaut.
Aber die laienhaften Vorstellungen gingen beim AMON-Projekt noch viel weiter.
Die vorbereiteten wie fertig gestellten NM sollten über ein Hochregallager in den Arbeits-Kreislauf gebracht werden.
Und so wurde ein Fragment eines Hochregallagers, gekauft und aufgebaut.
Dahin wurden die montierten NM befördert. Nein, nicht über die im Boden verlegte Schleife, sondern manuell mit einem Transportwagen, um zu erproben ob das Hochregallager funktionieren würde.
Ein Hochregallager zu Probe aufstellen? Das diese funktionieren ist seit Jahrzenten bekannt.
Auf solch eine Idee musste man erst mal kommen und sie konnte nur im "Lügnerstübchen" in der Montage entstanden sein.
Wer damals dabei war, weiß, dass fertige NM direkt verpackt wurden und sofort in den Versand kamen.
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